Das Hamburger Architekturbüro gmp von Gerkan, Marg und Partner hat den neuen U-Bahnhof Elbbrücken fertiggestellt. Der Bahnhof ist Teil der verkehrlichen Erschließung der Stadtentwicklung HafenCity und verbindet die U-Bahn-Linie U4 mit den S-Bahn-Linien im Osten des Quartiers. Die Architekten reagieren mit ihrer Lösung auf die komplexe Verkehrssituation am Standort.
Der Bahnhof entstand an einem neuralgischen Punkt der Hamburger Infrastruktur. Hier kreuzen sich U-Bahn, S-Bahn, Bus- und Radverkehr sowie die stark befahrene Amsinckstraße. gmp entwickelte ein mehrstöckiges Bauwerk, das die unterschiedlichen Verkehrsebenen vertikal organisiert. Die Bahnsteige liegen unterirdisch, während die Eingangsbereiche oberirdisch mit großzügigen Glasflächen gestaltet sind.
Architektonisch setzt gmp auf eine transparente Fassade aus Glas und Stahl. Die Konstruktion verzichtet auf schwere Massivbauweise und nutzt stattdessen filigrane Stahlstützen. Das Tragwerk bleibt sichtbar und betont die technische Funktion des Gebäudes. Über ein großzügiges Atrium gelangt Tageslicht bis auf die Bahnsteigebene. Diese gestalterische Entscheidung verbessert die Orientierung für Fahrgäste und reduziert den Energiebedarf für künstliche Beleuchtung.
Der U-Bahnhof Elbbrücken könnte nach Einschätzung von Fachleuten zum Wahrzeichen des Stadtviertels werden. Die architektonische Qualität hebt sich deutlich von standardisierten ÖPNV-Bauten ab. gmp hat bereits zuvor mehrere Verkehrsbauten in Hamburg realisiert und verfügt über Erfahrung mit den Anforderungen der Hamburger Hochbahn.
Die HafenCity entwickelt sich seit 2001 auf ehemaligen Hafen- und Industrieflächen. Mit rund 157 Hektar Fläche gehört sie zu den größten innerstädtischen Stadtentwicklungsprojekten Europas. Der neue Bahnhof erschließt den östlichen Teil des Quartiers und verbessert die Anbindung an die Innenstadt. Die Reisezeit zum Hamburger Hauptbahnhof verkürzt sich durch die U4-Verbindung auf wenige Minuten.
gmp von Gerkan, Marg und Partner zählt zu den etablierten Architekturbüros in Deutschland. Das Büro beschäftigt weltweit über 400 Mitarbeiter und hat Projekte in mehr als 50 Ländern realisiert. Neben Verkehrsbauten gehören Sport- und Kulturbauten sowie Verwaltungs- und Gewerbebauten zum Portfolio. Der U-Bahnhof Elbbrücken reiht sich in eine Serie von Infrastrukturprojekten ein, darunter der Hauptbahnhof Berlin und das Olympiastadion in Kiew.
