Im technischen Sinne gibt der Maßstab das Verkleinerungsverhältnis eines Plans an: Ein Grundriss im Maßstab 1:100 bedeutet, dass ein Zentimeter im Plan einem Meter in der Realität entspricht. Übliche Planmaßstäbe reichen von 1:1 für Detailzeichnungen bis 1:10.000 für städtebauliche Übersichten. Im ästhetischen Sinne beschreibt Maßstab das Verhältnis eines Bauwerks zur menschlichen Körpergröße und zur umgebenden Bebauung. Ein menschlicher Maßstab schafft Geborgenheit, überdimensionierte Bauwerke können einschüchternd wirken. Der Begriff Maßstäblichkeit bezeichnet die Stimmigkeit dieser Verhältnisse. Le Corbusiers Modulor versuchte, ein universelles Proportionssystem auf Basis des menschlichen Körpers zu entwickeln.