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Kreislauffähiges Bauen in Deutschland: Wie Materialpässe, Re-Use und die neue Bauproduktenverordnung den Rohstoffhebel der Branche neu justieren

Deutschland verwertet erstmals über 90 Prozent seiner mineralischen Bauabfälle – doch das Substitutionspotenzial ist ausgereizt, die Recyclingbaustoffe decken nur einen Bruchteil des Primärbedarfs, und der digitale Produktpass der EU zwingt Hersteller wie Planer zu einer Dokumentationstiefe, auf die der Markt erst in Ansätzen vorbereitet ist.

Die deutsche Bauwirtschaft steht beim kreislauffähigen Bauen an einem Wendepunkt, der weniger von Zielmarken als von strukturellen Grenzen geprägt ist. Quantitativ sieht die Bilanz vorbildlich aus: 2022 fielen rund 208 Millionen Tonnen mineralische Bauabfälle an – der mit Abstand grösste Abfallstrom des Landes – und erstmals wurden über 90 Prozent davon umweltverträglich verwertet. Doch hinter der Quote verbirgt sich ein Engpass. Der Grossteil der Verwertung ist Verfüllung und Deponiebau, nicht hochwertiges Recycling, und die daraus gewonnenen Recyclingbaustoffe decken nur 13,3 Prozent des Bedarfs an Gesteinskörnungen. Mit der Mantelverordnung von 2023, der EU-Bauproduktenverordnung 2024/3110 und einer wachsenden Infrastruktur aus Materialpässen entsteht erstmals der regulatorische und digitale Rahmen, um vom Downcycling zum echten Stoffkreislauf zu kommen. Dieser Report ordnet die nationalen Zahlen ein und zeigt, wo der Hebel für Planer, Hersteller und Bauherren tatsächlich liegt.

Dieser Branchenreport (7 Kapitel) analysiert Markt, Recht, Förderung, Technik und Praxis — mit 12 belegten Quellen.

Kreislauffähiges Bauen in Deutschland: Wie Materialpässe, Re-Use und die neue Bauproduktenverordnung den Rohstoffhebel der Branche neu justieren — Baudesign Aktuell 2026.2 — Baudesign Aktuell