Die Hamburger Außenalster soll wieder zum Badeplatz werden. Das Büro gmp Architekten hat einen Entwurf für ein Naturbad am Schwanenwik vorgelegt, das öffentliches Schwimmen im urbanen Gewässer ermöglichen soll – nach Jahrzehnten, in denen Baden dort verboten war.
Für Planer und Investoren ist das Projekt eine Lehrbuchaufgabe: Wie lässt sich Freizeitnutzung mit Ökologie und Stadtbildintegration vereinbaren? Das Naturbad adressiert ein Spannungsfeld, das viele Städte kennen – untergenutzte Uferlagen mit Badepotenzialen, bei denen Wassergüte und Ökosystemschutz gegen Freizeitdruck abgewogen werden müssen.
Die Rückkehr des öffentlichen Schwimmens in eine der begehrtesten Hamburger Lagen signalisiert auch baulich-planerisch, wie Architektur Qualitätsansprüche an Stadtraum und Lebensqualität konkretisieren kann.